Das Riverboat im Leipziger Stadtteil Plagwitz gehört meiner Meinung nicht gerade zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt, da es erst im 21. Jahrhundert gebaut wurde. Dennoch erzählt die Brücke auf der es erbaut wurde, eine kleine Geschichte der Leipziger Industriekultur. Denn schon im Jahr 1883 wurde die Eisenbahnbrücke geschaffen, welche als Verbindungsgleis zwischen den Buntgarnwerken und dem Industriebahnhof Plagwitz Lindenau genutzt wurde.

Mit der Wende ging auch die Industrie am Standort den Bach hinunter und für die Brücke fand sich keine Nutzung mehr. Die gleichnamige Talkshow Riverboat des Mitteldeutschen Rundfunks suchte eine neue Heimatstätte und somit fand man mit dem Investor Rene´ Gauglitz einen Platz für die neue Spielstätte auf der ehemaligen Eisenbahnbrücke. Diese hatte zu diesem Zeitpunkt eine Breite von 3,70 Meter sowie eine Länge von ungefähr 18 Metern. Der Bau des neuen Riverboats im Jahr 2003, welches einem Dampfschiff nachempfunden wurde, erfolgte nach Plänen der Architekten Denda aus Markkleeberg.

Riverboat am Leipziger Karl-Heine-Kanal in Planwitz - rechts daneben die Villa Rossa
Riverboat am Leipziger Karl-Heine-Kanal in Planwitz – rechts daneben die Villa Rossa

Das jetzige Gebäude misst eine Länge von 38 Metern, ist ca. 13 Meter breit und besitzt 115 Sitzplätze. Auch ein kleiner Hafen mit Biergarten sowie einer Anlegestelle wurde geschaffen. Die eigentliche Sendung wurde leider nur von 2003 bis 2008 aus dem Objekt ausgestrahlt, seitdem wieder in der MediaCity auf dem MDR Gelände. Seit 2013 wird das Gebäude von der Kulturhafen am Riverboat GmbH sowie Musik- und Tanzschule MUSIFA genutzt.

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