Eine alte Fabrikhalle der damaligen Maschinenfabrik Christian Mansfeld befindet sich noch heute, leider im Leerstand, an der Riesaer Strasse.

Christian Mansfeld  lebte von 1819 bis 1893, er sah bei einer Leipziger Ausstellung eine amerikanische Nähmaschine, welche zur damaligen Zeit revolutionär war und als Wunderwerk der Technik galt. Er versuchte hinter die Technik der Nähmaschine zu schauen und baute im Jahr 1853 selbst eine solche Nähmschine. Bereits 8 Jahre später, im Jahr 1861, begann er mit der eigenen Firma „Christian Mansfeld“ im Leipziger Stadtteil Reudnitz mit dem Bau von Nähmaschinen, später vor allem Papierbearbeitungs- und Schuhfabrikationsmaschinen.

Nach dem Tod Christian Mansfelds führten die Söhne Gustav und Hugo sein Werk fort. Im Zuge des Umzuges nach Paunsdorf wurden in den Jahren 1911 und  1912 wurden die Fabrikhallen mit einem Volumen von ca. 50.000 m² an der Riesaer Strasse errichtet, währenddessen dort anfänglich rund 1000 Menschen Arbeit fanden. In den Kriegsjahren dienten die Hallen der Rüstungsindustrie, leider auch mit Zwangsarbeitern. Zu DDR Zeiten war der VEB Leuchtenbau im Werk beheimatet. 1996 wurde die Produktion in den Hallen eingestellt, seitdem liegen diese Brach.

ehem. Maschinenfabrik Christian Mansfeld
ehem. Maschinenfabrik Christian Mansfeld
Halle Maschinenfabrik Christian Mansfeld - Blick von hinten
Halle Maschinenfabrik Christian Mansfeld – Blick von hinten
Maschinenfabrik Christian Mansfeld Fabrikhalle
Maschinenfabrik Christian Mansfeld Fabrikhalle
Fabrik Christian Mansfeld an der Riesaer Strasse
Fabrik Christian Mansfeld an der Riesaer Strasse

Quellenangaben.

landschaften-in-deutschland.de
deutsche-biographie.de

Comments

    1. Hallo Heidemarie Riemer,
      vielen lieben Dank für Ihr Feedback zu diesem Post erstmal. Ich finde es sehr interessant, dass Sie noch eine solch alte Maschine da haben.

      Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob Sie über diesen Weg jemanden finden können, der diese Maschine gerbauchen kann.

      Jedoch lassen wir dieses Angebot hier in jedem Fall stehen und vielleicht findet sich ja jemand für Ihre Metallschneidemaschine. Falls sich jemand melden sollte, werde ich hier einen Post oder Sie direkt anschreiben….

      Gruß

  1. Guten Abend,
    mein Name ist Ralf Grammes, aus Solingen.
    Ich habe auf dem Schrottplatz eine alte Nähmaschine mit der Aufschrift “ Chr. Mansfeld Leipzig “ gefunden.
    Durch das googeln bin ich auf diese Seite gekommen.
    Die Maschine ist in einem, dem Alter entsprechenden, guten Zustand.
    Sie war fast neuwertig, hat jetzt aber ca. 1 Jahr abgedeckt bei mir im Garten gestanden.
    Auf bitten meiner Frau soll das Teil jetzt weg…
    Zu Schade zum Verschrotten.
    Ich wollte mir das Teil polstern und als Sitzmöbel nutzen.
    Vielleicht habe Sie Interesse oder Kontakte das Teil in Leipzig einer neuen Verwendung zuzuführen.
    Biete das Teil gerade auch bei ebay zum Verkauf an.
    MfG
    Ralf Grammes

    1. Guten Abend Herr Grammes,
      vielen Dank für Ihren Kommentar auf der Seite. Leider kann ich den Wert einer solchen Maschine nicht beziffern. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass es genügend interessierte für so eine Nähmaschine gibt. Ich wünsche ihnen auf jeden Fall viel Glück beim Verkauf. Ansonsten finde ich Ihre Idee die Nähmaschine als Sitzmöbel zu nutzen sehr gut, bevor man diese entsorgt.

      Viele, liebe Grüße
      Swen Junge

  2. Sehr geehrter Herr Jung,
    toll, das sie die Erinnerung aufrecht erhalten! Somit konnte ich nachvollziehen, wo mein Ur-Großvater in den 30er-40er Jahren? seine Wirkstätte als Lehrlingsausbilder ausübte. Die Gene hab ich eindeutig von ihm geerbt, Schrauber durch und durch und meinen Handwerksmeister habe ich auch gemacht. Mein Ur-Großvater hieß Wilhelm Schneider und war Schlossermeister. Eine Mansfeld Nähmaschine habe ich auch sogar noch. Zu meinem Meister übergab mir meine, leider inzwischen verstorbene Mutter Ingrid geb. Steinbock, ein Fotoalbum von ihm, welches er über seine Wirkstätte innerhalb der Fabrik angelegt hatte. Sie sagte, er wäre sehr stolz auf mich gewesen. Leider ist er verstorben, als ich 1-2 Jahre alt war.
    Viele liebe Grüße, Heinrich Seggebruch

  3. Guten Tag Herr Junge,

    das ist wirklich sehr spannend (auch der letzte Kommentar von Herrn Seggebruch). Ich beschäftige mich gerade etwas mit Ahnenforschung. Sieht so aus als hätte ich gerade den Faden in die Historie des mütterlichen Teils meiner Familie gefunden. Mein Großvater war Christian Gustav Hans Mansfeld – offenbar einer der Enkel des Firmengründers.

    Irgendwann muß ich doch mit meinen Kindern, die immer wieder nach ihren (meinen) deutschen Verwandten und Vorfahren fragen, nach Leipzig reisen.
    Vielleicht erfahre ich dann mehr, denn da muß es nach mittlerweile zerstörten Fotos und Bildbänden über die Firmengeschichte (meine Oma war dement und hat diese leider zerrissen) noch einiges an Familiengeschichte geben. Wie ich annehme, sind das dann eher Skelette im Schrank, aber wer weiß?

    Jedenfalls Danke, daß sich jemand um den Erhalt solcher Denkmäler kümmert.

    Viele herzliche Grüße aus Großbritannien,

    C. Copland

  4. Liebe Frau Copland,
    mit Interesse habe ich Ihre Ausführungen gelesen. Meine Schwiegermutter, die aus Leipzig stammte, hatte in ihren letzten Jahren in Freiburg eine Freundin, ebenfalls aus Leipzig,die Annemarie Brehme, geb. Mansfeld hieß und aus dieser Unternehmerfamilie stammte. Vielleicht ein Baustein zu Ihrer Suche.
    Mit freundlichem Gruß, U. Bihlmann

  5. Hello,

    We have also some history connected to this plant.
    My wife’s grandfather was a prisoner during WWII forced to work for this company. He survived the war. Never wanted to tell his history until his death.
    I digged into the files and found out that he was imprisoned in Buchenwald and worked there between 1942 to 1945.
    Just another part of this story.

    Peace,
    Matt

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