Das Concentra-Haus ist ein Geschäftshaus in der Leipziger Innenstadt und gehört mehr oder weniger zu den Sehenswürdigkeiten der Messestadt. Das Gebäude, welches im Jahr 2020 mit einer 100 jährigen Geschichte daher kommt, befindet sich nur wenige Gehminuten vom Alten Rathaus entfernt in Ecklage der Petersstraße und dem Sporergäßchen.

von 1920 bis 1921 wurde Concentra-Haus in der Onnenstadt errichtet - vorher befand sich das Schletterhaus an diesem Standort
von 1920 bis 1921 wurde Concentra-Haus in der Onnenstadt errichtet – vorher befand sich das Schletterhaus an diesem Standort

Schon die Gebäude, die sich vorher auf selbem Standort befanden, waren stadtbekannt. Eine erste Erwähnung fand schon im Jahr 1589 statt, als Pr. Dr. Franz Romanus ein Gebäude von Christoph von Hoym erwarb und das Haus auf Grund eines darin betriebenen Weinschanks „Zum großen Christoph“ genannt wurde. Bevor das Haus seinen heutigen Namen erhielt, vergingen einige hundert Jahre und Bezeichnungen wie Kobsches Haus oder Küstnersches Haus musste das Gebäude um 1830 über sich ergehen lassen. Im Jahr 1836 erwarb der Kaufmann Adolf Heinrich Schletter das Gebäude und wiederum änderte sich der Name in Schletterhaus. Diesen behielt es auch bis nach dem Tod des Eigentümers 20 Jahre später 1853. Als Erbe ging es an die Stadt, wobei es zugunsten der Schletter’schen Stiftung im Jahr 1863 veräußert wurde.

goldene Aufschrift "CONCENTRAHAUS" am Gebäude in der Innenstadt - gut zu erkennen die zwei klassizistische Vasen im vierten Obergeschoss
goldene Aufschrift „CONCENTRAHAUS“ im Gebäude in der Innenstadt – gut zu erkennen die zwei klassizistische Vasen im vierten Obergeschoss

Erst im Jahr 1920 wurde das Gebäude abgerissen, um Platz für ein neues Bauwerk zu schaffen. Nach Plänen des Architekten Otto Droge wurde 1920 sowie 1921 ein Putzbau mit 5 Stockwerken im Stil des Traditionalismus als Messehaus für die Firma „Concentra“ errichtet. Diese waren als Vertrieb für den Nürnberger Spielwarenhersteller 1917 gegründet worden. Eine Filiale der Mitteldeutschen Kreditbank, welche später zur Commerzbank wurde, war im Parterre beheimatet. Auch eine Kaffeestube Namens „Café Central“ war einige Zeit später im Haus ansässig, dafür wurde extra ein Vorbau angesetzt. In den Jahren 1995 sowie 1996 wurde das denkmalgeschütztes Gebäude liebevoll saniert, wobei jedoch der Vorbau entfernt wurde. Seitdem sind verschiedene Unternehmen im Haus beheimatet. Noch heute erinnert der Schriftzug „Schletter-Haus“ an den Vorgängerbau von einst.

Concentra-Haus in der Petersstraße - Ecke Sporergäßchen
Concentra-Haus in der Petersstraße – Ecke Sporergäßchen

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