Gebäude "Zur Heuwaage" in der Ritterstraße

Bei den Aufschriften einiger Leipziger Gebäude fragt man sich, was wohl dahinter steckt. Auch bei diesem Eckhaus an der Ritterstraße 50 bzw. Brühl in der Innenstadt trifft das zu. Denn die Beschriftung „Zur Heuwaage“, welche am Gebäude zu lesen ist, könnte auf eine lange Geschichte hinweisen. Und so ist es, auch wenn das Bauwerk selbst nicht ganz so alt ist, wie die interessante Story dahinter.

Wohn- und Geschäftshaus "Zur Heuwaage" in der Innenstadt
Wohn- und Geschäftshaus „Zur Heuwaage“ in der Innenstadt

Gerade im Zentrum der Stadt befinden sich recht viele alte Gebäude mit einem langjährigem Hintergrund. Dieses hier weist mit der Signatur an der Hauswand auf ein Gebäude hin, welches vor diesem an dieser Ecke stand. Schon einst befand sich in einem Gebäude an dieser Ecke die städtische Heuwaage, die der Rat der Stadt im Jahr 1558 dort einrichten ließ. Diese wurde zum Ermitteln der Lasten genutzt und es konnte sogar das Gewicht ganzer Wagen errechnet werden. Im Jahr 1619 wurde für das Wiegegerät ein neues Haus errichtet in Fachwerkbauweise errichtet. rund 100 Jahre später wurde eine neue Waage eingebaut. Der Stadt in der Stadt lebende Mechanicus Jacob Leupold wurde 1916 beauftragt, ein neues Wiegegerät in das Objekt einzubauen. Jene arbeitete nach dem Prinzip einer klassischen Schnellwaage mit Gegengewichten. Nach dem Abriss des Vorgängerbaus 1856 wurde im selben Jahr das heutige Wohn- und Geschäftshaus im Stil des Klassizismus errichtet. Dieses hat 6 Etagen, wurde im 2.ten Weltkrieg nur gering beschädigt und erstrahlt nach einer ausführlichen Renovierung im Jahr 1990 wieder im alten Glanz.

Gebäude "Zur Heuwaage" in der Ritterstraße
Gebäude „Zur Heuwaage“ in der Ritterstraße
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