Der Kletterfelsen K4 im Leipziger Stadtteil Grünau ist zwischen den Plattenbauten etwas ganz besonderes und ein Ziel für Kletterfans aus ganz Deutschland.

Der Kletterfelsen K4 in Grünau wurde aus demontierten Balkonbrüstungen eines 11-geschossigen Plattenbaus sowie Abbruchplatten eines 16-geschossigen Hochhauses gefertigt
Der Kletterfelsen K4 in Grünau wurde aus demontierten Balkonbrüstungen eines 11-geschossigen Plattenbaus sowie Abbruchplatten eines 16-geschossigen Hochhauses gefertigt

Kletterfelsen K4 in Grünau

Dies hier ist ein einzigartiges Stück Geschichte, welches inmitten der Neubausiedlung Grünau steht. Nach der politischen Wende kam es im Laufe der Jahre zum Leerstand vieler Plattenbauten im Leipziger Westen.

Die Wohnungsbaugenossenschaften versuchten diesem mit vielen Verschönerung- und Umbaumaßnahmen an den Häusern selbst entgegenzuwirken. Dies gelang hier und da mit mehr oder weniger viel Erfolg, dennoch kam man nicht herum, einige der Plattenbauten abreißen zu müssen, da auch die Unterhaltung jener leerstehenden Bauten eine Menge Geld verschlang.

Ende der 1990er Jahre wurde gemeinsam mit der Wohnungsbaugesellschaft WOGETRA sowie der Stadt Leipzig das Projekt K4 erstellt, mit im Boot war auch der Deutsche Alpenverein, welcher auch hier mit einer Zweigstelle beheimatet ist.

Von März bis Juli 2000 wurde der K4 gebaut, am 17. August wurde dieser Kletterfelsen eröffnet und wird vom Alpenverein Leipzig geführt, der K4 ist ein beliebtes Ziel aller Kletterer in diesem Stadteil
Von März bis Juli 2000 wurde der K4 gebaut, am 17. August wurde dieser Kletterfelsen eröffnet und wird vom Alpenverein-Leipzig geführt, der K4 ist ein beliebtes Ziel aller Kletterer in diesem Stadteil

Bau Kletterfelsen K4, Material und Aufbau

Von März bis Juli des Jahres 2000 wurde der K4 am Sportplatz der Stuttgarter Allee erbaut. Übrigens befindet sich noch heute die 87 sowie 88 Schule gleich nebenan, auf welche ich einmal gegangen bin, auch wenn diese seit Jahren nicht mehr genutzt wird.

Zum Bau des künstlichen Felsens wurden nebenbei bemerkt demontierte Balkonbrüstungen eines abgerissenen 11-geschossigen Plattenbaus der Stuttgarter Allee genutzt. Ausserdem wurden Abbruchplatten eines 16-geschossigen Hochhauses aus der Garskestrasse für den Felsen verwendet.

Die Einweihung und Eröffnung fand letztendlich mit großer Begeisterung seitens der Kletterer am 17. August 2001 statt.
Für den Aufstieg auf den Felsen wurde eine Y-Form gewählt und nach 8 Metern befindet sich eine Plattform, auf der man sich zwischenzeitlich ausruhen kann. Um den letzten Aufstieg auf den in 21 Meter Höhe befindlichen Gipfel zu erklimmen, kann man verschiedene Routen der Schwierigkeitsgrade III bis IX (UIAA-Skala) nehmen.

Für die kleinere Kletterroute kann man sich auch mit dem 15 Meter hohen Ast begnügen, wobei der Ausblick mit einer Höhe von 21 Metern einfach unglaublich ist.

Einmal oben am Gipfelkreuz angekommen gibt es die Möglichkeit, sich in das Gipfelbuch einzutragen.

Der Felsen, welcher sich gleich hinter der Grünauer Schwimmhalle befindet, hat eine Bausumme von 650.000 DM verschlungen. Jedoch ist für die Kletterfans hier auch eine Anlage geschaffen worden, die eine Kletterfläche von rund 600 Quadratmetern mit über 30 Kletterrouten vorweisen kann.

Klettern und Bouldern auf dem Grünauer Felsen

Jeder, der den Felsen nicht nur als Sportkletterer einmal erklimmen möchte, muss beim DAV Sektion Leipzig oder auch in den öffentlichen Verkaufsstellen wie zum Beispiel dem Allee Center entweder eine Tageskarte für momentan 5 Euro oder gegenfalls auch eine Jahreskarte erwerben. Jedoch kommt man mit der Tageskarte nicht auf das umzäunte Gelände, dazu wird noch jemand benötigt, der eine Jahreskarte besitzt.

Auch das Bouldern ist hier möglich, da sich in ca. 3 Meter Höhe eine umlaufende Markierung sowie eine extra Boulderwand mit einer Höhe von 2,50 Meter auf dem Gelände befindet.

Quelle.
https://de.wikipedia.org/wiki/K4_(Leipzig)

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