Das Gebäude in der Talstraße 10 wurde in den Jahren 1873 und 1874 im Stil der italienischen Renaissance als Verlagsgebäude für den Musikverlag C. F. Peters nach Plänen des Architekten Otto Brückwald erbaut.
Der Leipziger Buchhändler Carl Friedrich kaufte 1814 den schon 1800 gegründeten Verlag „Bureau de Musique“ Hofmeister und Kühnel.
Mit einigen Zwischenstationen ging der Verlag 1860 in den Besitz von Julius Friedländer über. Drei Jahre später wurde der Verleger Max Abraham Teilhaber des Verlages. Dieser ließ wie oben beschrieben das Verlagshaus erbauen. 1880 verließ Friedländer den Verlag und Abraham wurde Alleininhaber.
Nach dem Freitod Max Abrahams im Jahr 1900 führte sein Neffe Henri Hinrichsen, welcher seit 1894 im Verlag tätig war, die Firma weiter.
Im zweiten Weltkrieg wurde der Verlag enteignet und arisiert, zu DDR Zeiten verstaatlicht. Hinrichsen selbst wurde im Nationalsozialismus ermordet.
Zwei Söhnen Hinrichsen gelang die Flucht nach New York und London, wo sie neue Verlage gründeten. 1950 wurde der Sitz des Verlages C. F. Peters durch einen Sohn nach Frankfurt/Main verlegt.
1993 erhielt die Familie Hinrichsen den Verlag nach der Wiedervereinigung zurück. 2010 schlossen sich die weit verteilten einzelnen Verlagsstücke zur „Edition Peters Group“ zusammen.
Der Stammsitz des Musikverlag C. F. Peters befindet sich seit 2014 wieder in seiner Heimatstadt Leipzig in eben jenem wie oben beschrieben 1874 erbauten Gebäude, ist das nicht schön!
Edvard Grieg-Begegnungsstätte im Haus
Seit 2005 befindet sich im Haus eine Begegnungsstätte zu Ehren des bekannten norwegischen Komponisten und Pianisten Edvard Grieg, welcher einen Exklusivvertrag mit dem Musikverlag hatte und ausserdem freundschaftlich mit Max Abraham verbunden war. Er war oft mit seiner Frau zu Gast im Haus, wohnte in dieser Zeit im Musiksalons des Dachgeschosses und spielte seine neuesten Kompositionen vor.
leipzig-lese.de
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| damals und heute wieder Stammhaus Musikverlag C. F. Peters |
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| das Verlagshaus C. F. Peters in der Talstraße |
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| Gedenktafel an Max Abraham und Henri Hinrichsen am Haus |
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| Gedenktafel an Edvard Grieg am Haus |
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| die Jugendstiltür entstand 1906 nach einem Entwurf von Karl Poser |
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| Blick von hinten auf das Gebäude |
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| Edvard Grieg-Gedenkstätte im Haus Talstraße 10 |
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| gleich nebenan im Gebäude Goldschmidtstraße 26 befand sich von 1893 bis 1951 die Musikbibliothek Peters |
Infos von
www.edition-peters.de
www.leipzig-lexikon.de
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