Neben den vielen anderen kleinen und größeren Industriebauten des Leipziger Stadtteils Mölkau wie dem Triumphator Werk liegt ganz am Rand des Viertels die ehemalige Matratzenfabrik von Alfred Hüttner in eben solch einer alten Industriehalle an der Albrechtshainer Straße 28.

ehemalige Fabrikhalle der Matratzenfabrik von Alfred Hüttner in Mölkau
ehemalige Fabrikhalle der Matratzenfabrik von Alfred Hüttner in Mölkau

Wikipedia benennt den 1920 errichteten Fabrikbau als kleine Shedhalle. Dieser Begriff resultiert wohl aus der vorhandenen Dachkonstruktion auf dem Gebäude, welche als Sheddach oder besser gesagt Sägezahndach bekannt ist. Trotzdem gibt es auch noch ein wenig zur Matratzenfabrik zu schreiben, wenn auch nicht viel. Im Jahr 1920 gründete Hüttner seine Patentmatratzenfabrik in der schönen Messestadt, allerdings Aufgrund Platzmangels musste die Produktion in größere Räume verlegt werden und man zog des öfteren um. Im Jahr 1935 erwarb man die Fabrikhalle in Mölkau und verlegte die Fertigung dort hin.

1920 erbaute Fabrikhalle - ehemalige Produktionsstätte der Matratzenfabrik von Alfred Hüttner
1920 erbaute Fabrikhalle – ehemalige Produktionsstätte der Matratzenfabrik von Alfred Hüttner

Hüttners Tochter Anneliese Ramthor sorgte mit ihren Ideen auch nach dem Krieg dafür, dass die Herstellung von Matratzen sowie Betttüchern bis zur Verstaatlichung der Firma 1972 auf eigene Faust weiter ging. Nach dieser wurde der Betrieb dem VEB Mibella Böhlitz-Ehrenberg angegliedert und weiter geführt. Nach der politischen Wende erwarb der Tischlermeister und Restaurator Joachim Häring den Industriebau und richtete sich ein. Noch bis vor einigen Jahren prangte die Werbeschrift der Fabrik noch an der Halle, welche allerdings im Jahr 2020 längst von dort verschwunden ist.

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